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4.2.2026

Seit Anfang Februar findet in den Superblockperimetern (St. Johann und Matthäus) ein Security Dienst im Auftrag der Kantons- und Stadtentwicklung zur Sensibilisierung des Verkehrsregimes vor Ort.
Das ist natürlich von den Anwohner:innen schnell registriert worden, wie hier im Bild an der Davidsbodenstrasse.
Jetzt steht da Stundenweise ein Securitas am Anfang der Strasse und befragt die AutofahrerInnen. Beauftragt von der Abteilung Stadtentwicklung. Vom Johann hat er einen Teller Penne bekommen. So was erlebt man nur im Superblock.
Am 14.2. berichtet die BAZ (kann hinter einer paywall sein) von diesen Einsätzen unter der Schlagzeile „Jetzt stoppt Security-Personal Autofahrer, die Superblock-Verkehrsregeln ignorieren„
Auch wenn die Schlagzeile wohl ein wenig irreführend ist, wird korrekt erwähnt, dass „die neuen Verkehrsregeln im Superblock (Verbot des Durchgangsverkehrs) auch nach sechs Monaten noch nicht genügend bekannt sind – oder schlicht missachtet werden.“
Es freut uns, dass die BAZ auf einen Online Tagebuch Beitrag unseres Vereins verweist und schreibt, „dass die Einrichtung des Superblocks zu einer Abnahme des Durchgangsverkehrs in der Davidsbodenstrasse geführt habe“. Leider ist die von der BAZ abgeleitete Aussage aus unseren veröffentlichten Fakten so nicht ganz korrekt. Bei der von uns festgestellten Abnahme handelt es sich um Verkehrsbewegungen, in denen natürlich Durchgangsverkehr enthalten ist. Zahlen (und Aussagen) zum Durchgangsverkehr können so aber nicht „direkt“ abgeleitet werden. Dazu braucht es vertiefte alternative Messungen und Auswertungen. Diese führt unser Verein ebenfalls durch (und veröffentlicht sie)
Das Präsidialdepartement wird von der BAZ wie folgt zitiert: „Der Durchgangsverkehr und das Falschparkieren erschweren die Nutzung des öffentlichen Raums“ – ja, dem können wir gut zustimmen, wobei „erschweren“ in den Augen des Autors dieser Zeilen eher ein wenig schönfärberisch ist.
Weiter äussert sich das Präsidialdepartement, dass die Gründe für den Durchgangsverkehr erhoben werden und in eine Projektevaluation einfliessen werden. „Bauliche Massnahmen, etwa Bodenschwellen, um Autofahrer verstärkt auf die spezielle Verkehrssituation aufmerksam zu machen, sind nicht geplant.“
Es ist natürlich begrüssenswert, wenn das Präsidialdepartement in einer Evaluation die Gründe für den immer noch zu hohen Durchgangsverkehr zu evaluieren versucht. Nur: dazu gibt es schon viele weltweite wissenschaftliche Untersuchungen, die zum Beispiel unter dem Stichwort „Basisstandard“ in den Empfehlungen für Superblocks des Vereins Changing Cities festgehalten werden. Scheut man bauliche Massnahmen (wie oben erwähnt), sind die infrastrukturellen Mindestmassnahmen als wichtige (notwendige) Voraussetzung für das Gelingen eines Superblocks einfach nicht gegeben. Etwas worauf unser Verein von Beginn an hingewiesen hat.
Haben die „Sensibilisierungsmassnahmen“ nun etwas bewirkt? Stand heute (17.3.2026 – mehr als ein Monat nach ihrem Start) ist das nicht zu erkennen. So ist die Zahl der Verkehrsbewegungen in den Monaten Dezember bis Februar im Abschnitt Davidsbodenstrasse nahezu konstant. Ein ähnliches Bild zeigt sich in anderen Segmenten der Perimeter. Unser Verein wird sich unter anderem mit dieser Thematik in einer eigenen, unabhängigen Evaluation noch vor Projektende auseinandersetzen.
15.2.2026
Wie immer in der Mitte eines Monats erscheint die neue Superblatt ausgabe für den Monat Februar



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